In einer anspruchsvollen Arzthaftungssache im Medizinrecht konnten wir einen maßgeblichen Erfolg für unseren Mandanten gegenüber einem namhaften Krankenhaus erzielen. Ausgangspunkt waren mehrere gravierende Pflegefehler, die zu Sturzereignissen und einer Infektion bei dem Patienten führten. Die Komplexität des Falls ergab sich insbesondere aus der Vielzahl der Vorwürfe sowie der Notwendigkeit, die jeweiligen Fehler und die Abweichungen von den Leitlinien ordnungsgemäßer Behandlung präzise herauszuarbeiten.

Durch intensive Aktenanalyse und eine strukturierte Darstellung der einzelnen Ereignisse gelang es uns, die Fehlerquellen sowohl im Bereich der Pflege als auch der organisatorischen Abläufe aufzuzeigen. So wurde beispielsweise die plausible Ursache für einen Sturz in organisatorischen Verschulden der Klinik herausgearbeitet. Der Argumenatition folgte auch das Gericht. Auch eine späte Vorstellung nach einer Infektion konnte nach Auswertung der Behandlungsunterlagen und der medizinischen notwendigen Prozesse dem beklagten Pflegepersonal angelastet werden.

Dank dieser akribischen Arbeit schlug das Gericht bereits ohne Einholung eines Sachverständigengutachtens einen Vergleich vor, bei dem sämtliche Ansprüche unseres Mandanten gegen die Beklagte und ihr Personal mit einer Geldzahlung abgegolten wurden.

Dieser Fall zeigt eindrucksvoll, wie wichtig eine sorgfältige Arbeit in der juristischen aber auch medizinischen Akte und die fachkundige Darstellung von Fehlern und medizinischen Standards sind, um in komplexen Arzthaftungsfällen erfolgreich Ansprüche durchzusetzen und für unsere Mandanten eine angemessene Entschädigung zu erreichen.

Referat Medizinrecht

05.03.2026

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